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Dienstag, August 11, 2009Wie versprochen...Sonntag, Juli 12, 2009Gestern
habe ich meinen Fallschirmsprung gemacht. Sind allesamt (viele Freunde, Teil der Familie) nach Bruchsal auf den Platz des dortigen Fallschirmclubs gefahren. Lernte dort meinen Tandemmaster Franz kennen, ein sehr sympathischer Mensch, zu dem ich sofort Vertrauen fasste. Franz wies mich zunächst in die Sprungprozedur ein, währenddessen und auch während des Sprungs wurden wir von Klaus, dem Kameramann gefilmt (Youtube Video folgt noch). Nach der Einweisung liessen wir uns von einer Porter Pilatus (Turboprop- Maschine, meines Wissens Schweizer Fabrikat) auf 4000m Höhe über Grund bringen. Die verhangene Wolkendecke, durch die wir vorher noch geflogen waren, entpuppte sich aus dieser Höhe als endloses weisses Meer. Ich werde nie das Gefühl vergessen, mit dem Hintern über die Kante der Flugzeugkabine zu rutschen und sofort mit unheimlicher Gewalt in die Tiefe gerissen zu werden, auf dieses weisse Meer zu. Die folgenden 55 Sekunden sind nicht mit Worten zu beschreiben, Kopf an Kopf mit unserem Kameramann rauschten wir mit ca. 180 km/h in die Tiefe. Erst in 1500m Höhe, knapp unterhalb der Wolkendecke, öffnete Franz den Schirm, der unseren Fall verblüffend weich abfing. Während wir zu Boden glitten, bekam ich einen Moment lang selber die Gelegenheit, unseren lenkbaren Fallschirm zu steuern, purer Wahnsinn. Wir landeten ein paar Meter ausserhalb der Landemarkierung, um die Kollision mit einem anderen Springer zu vermeiden. Eine überraschend weiche Landung.
Das Gefühl des Absprungs aus dem Flugzeug ist mit Worten nicht auszudrücken. Höhenangst hat man in dieser Höhe nicht, da jeder Bezugspunkt in die Tiefe fehlt. Die 55 Sekunden Freifall fühlen sich wie 10-15 Sekunden an, die Gedanken ziehen in nie gehabter Freiheit dahin, innerlich erreicht man die totale Ruhe. Das Gefühl, einfach ins Nichts zu springen läßt jegliche Angst oder Sorgen unendlich weit weg erscheinen, der Boden, oder die Option eines sich nicht öffnenden Fallschirms sind einem zu diesem Zeitpunkt nicht mehr bewusst. Ich werde das bald wieder machen. Danke an all die, die mir durch ihren sarkastischen Humor den Sprung im Vorfeld besonders spannend gemacht haben und an meine Eltern, meine Schwester, Mathias, Wolfgang, Daniel, Lisa, Ellen und Arndt sowie Jacques und Luc, die mich zu dem Sprung begleitet haben. Labels: Echt krass, Familie, fliegen, Freunde, Skydiving |
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