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Donnerstag, Juli 05, 2007"Let the change begin"
Großbritannien hat nen neuen Premier.
Brown heißt der Gute. Gordon Brown. Zuerst dachte ich ja: "Vielleicht macht er's ja besser als der alte." Dieser verkündete nach dem EU-Gipfel, sozusagen als letzte Amtshandlung, mit freudig verzerrtem Grinsen, daß die auf die europäische Menschenrechtskonvention fußende Charta der EU-Grundrechte nicht in britisches Recht eingriffe. Dann musste ich aber mit anhören, wie Brown in seiner Antrittsrede das Schulmotto seiner Kinderzeit zitiert: "I will try my utmost." - Ich werde mein Äußerstes versuchen. Konnte er sich denn nichts eigenes ausdenken? Und musste er ausgerechnet etwas sagen, daß sich anhört wie ein Satz aus einem Arbeitszeugnis: Er hat sich stets bemüht... ? Die Terrorgesetze jedenfalls sollen schonmal verschärft und die Polizei mit mehr Befugnissen ausgestattet werden. Versteh' ich ja, das Gebombe würde mir auch stinken. Und es ist den Bobbies zwar erlaubt Verdächtige anzuhalten und zu durchsuchen, nicht aber, nach der Identität und dem Woher und Wohin zu fragen. Insofern ist's in Großbritannien noch freiheitlicher als hier. Aber: keine einzige der zahllosen Kameras, die London bis in den hintersten Winkel überwachen, konnte auch nur einen Anschlag verhindern. Das wird auch keine mit "stop and question"- Befugnis ausgestattete Polizei können. Im Prinzip ist es doch eine uralte Geschichte: Möchte man keinen Terror aus dem Ausland, sollte man es vermeiden, das Ausland mit Flugzeugen und Panzern zu terrorisieren. Insofern könnte GB mit dem neuen PM besser dran sein, da Blair schließlich wegen wachsendem Unmut gegen seine Irakpolitik zurückgetreten ist. Hoffen wir das Beste, lieber Leser. But one thing is for sure: Never a frown with Gordon Brown: ain't gonna happen. Labels: Politik |
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