HMleiste10202

Freitag, Juni 15, 2007

 

Trau, schau wem.


Über Werbung lässt sich viel sagen, schreiben, diskutieren.
Herden von Studenten hören darüber Vorlesungen. Semesterlang.
Über eines sind sich aber alle einig: Werbung lügt.
Meistens jedenfalls. Auf die eine oder andere Weise.
Seit Jahrzehnten wäscht jedes beliebige Waschmittel weißer als je zuvor,
und Windbeutel werden bald 30% leckerer sein.

Jedoch sind wir alle mehr oder weniger unbewusst dazu bereit
zu glauben was uns aufgetischt wird, es muß nur chic aufbereitet sein.
Hierzu werden Euphemismen, Schlagwörter und allgemein eine stark
reduzierte Sprache angewandt, daß man bisweilen geneigt ist,
sich an Neusprech zu erinnern.
Eine Entwicklung über die es zumindest wert ist nachgedacht zu
werden, da man seit langem schon (Wahrscheinlich seit Erfindung
der Fernsehwerbung) ein Abfärben der Sprachgewohnheiten der Werbung
auf das tägliche Leben außerhalb der Röhre beobachten kann.
Vom Gebrauch des Englischen ist man allerdings langsam wieder
abgekommen, da die Werbeschaffenden mittlerweile entdeckt haben, daß
das nur vielleicht die Hälfte der jeweiligen Zielgruppe versteht.
(Komm rein und find' wieder raus.)

Nun, wer sich ein Bisschen für die Mittel und Wege, und möglicherweise
auch für die Fachsprache von Werbung und Marketing interessiert,
findet vielleicht das hier ganz interessant.
Etwas weiter unten findet man da in Blau, wie sowas funktioniert.
Einige Zeitgenossen mögen diese Ausführungen zwar für grob sexistisch
halten, aber sie sind nicht unaufschlussreich.
Allerdings auf englisch; wer also die Phrase "come in and find out" nicht
korrekt übersetzen kann, sollte sich eine Lektüre vielleicht nochmal überlegen.


Übrigens: Momentan wird tatsächlich eine leicht bläuliche Färbung der
Weißwäsche angestrebt, sie erstrahlt so gefälliger und vor allem: weißer.

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