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Samstag, Oktober 28, 2006Zitat
"Nichts von diesem Quatsch mit intelligentem Leben. Gebt mir was, was ich in tausend Stücke sprengen kann"
- Sgt. Doolittle in "Dark Star" (John Carpenter) Donnerstag, Oktober 26, 2006barrrabarrrai
Nun bildet also die Bild der Afghanen Meinung. Und RTL mischt jetzt auch noch mit.
Auf wessen Konto gehen jetzt eigentlich die nächsten Terroranschläge? Oder die künftige durchschnittliche Lebenserwartung der restlichen Jungs da unten? Jedenfalls gibt sich die hiesige Bevölkerung, ganz schön schockiert. Diesen Eindruck gewinnt man zumindest, den Personen nach zu urteilen, die sich öffentlich dazu äußern. Aber was erwartet man eigentlich von an der Waffe ausgebildeten Leuten, die darauf gedrillt wurden auf den Tod zu pfeifen und die in Krisen- bzw. Kriegsgebiete geschickt werden, kurz: von Soldaten im Einsatz? Ist denn das Wesen des Krieges hier schon derart in Vergessenheit geraten? Die totgeschlagenen Kinder, die zu Tode vergewaltigten Frauen, die vermeintlichen Deserteure, Überläufer oder wasweißich, die man an den Bäumen hängen sah? In jedem Krieg! Die NATO distanziert sich, Merkel, Jung und Konsorten wollen Aufklärung und Strafe, aber, hey, informiert Euch, distanziert Euch vom Krieg, hört auf die Jungs da runter zu schicken, dann kriegt Ihr auch solche Bilder nicht mehr. Daß man wirklich nichts mehr über den Krieg zu wissen scheint, belegen auch die Aufschreie des Entsetzens, wenn wieder mal eine Meldung kommt, daß ein paar GIs im Irak umgekommen seien. Wieviele Iraker, Kombattanten, Partisanen, aber auch Zivilisten mussten denn dran glauben, in diesem dritten Golfkrieg, der in Wahrheit nur die ununterbrochene Fortsetzung des zweiten ist? Und: denkt Ihr wirklich, es gibt viele Soldaten, denen glaubhaft dargestellt wurde, daß Iraker die Twin-Towers niedergemäht haben, daß sie eine ernshafte Bedrohung für den Weltfrieden und die geliebte Freiheit darstellen, daß sie kleine Kinder fressen und so weiter, die stillhalten wenn sie so einen im Knast sehen? Das, Damen und Herren, ist der Krieg, und die sogenannten Skandale nur die Spitze eines Eisberges, zufällig herausgekommen, weil die Täter dumm genug waren sich dabei Knipsen zu lassen und auch noch damit zu prahlen. Dienstag, Oktober 24, 2006Neue Besen...
Samstag, 21.10.2006, abends:
Gerade habe ich mir auf dem Notebook in Pacific Fighters ein paar Bomber geladen um ein bisschen Zielübungen zu machen. Plötzlich ein Geräusch. Aus Richtung Festplatte! Ungut! Sofortiger Spielabbruch. Da ich mich nicht traue, den Rechner runter zu fahren, ich weiss ja nicht, ob er je wieder hochkommt, wird ein Backup der wichtigsten Daten auf die mobile Platte sofort versucht. Glücklicherweise habe ich das Gros schon Tage vorher verschoben. Nicht aber die Sachen wie Bookmarks, Kalender etc.. Dann der Teil, in dem ich versuche das Adressbuch zu öffnen. Das Geräusch, schon abgeebbt, nimmt wieder zu, "ratt-ratt" blauer Schirm - Stillstand. Der Rechner muß auf die harte Tour runtergefahren werden. Das war's dann wohl, so meine Gedanken. Ein erneuter Versuch wird natürlich dennoch gestartet - bei abgekühltem Rechner. Mit Erfolg. Nicht nur die wichtigsten Daten können im Laufe des Abends und Sonntags gerettet werden, auch Spielstände, Profile und so weiter... Montag, 23.10.2006 Ne neue Platte muß her. Vom Hardwarehändler meines Vertrauens lasse ich mir also eine empfehlen: für unter hundert Euren schnelle 120GB für's Notenbuch: wenn das nix ist. Also her damit und eingebaut. Einen Abend damit verbracht auf's sorgfältigste ein Betriebssystem zu installieren, war sowieso mal Zeit, den ganzen Müll der Werksinstallation rauszulassen. Bis jetzt läuft alles fein. Dienstag, 24.10.2006 At this very moment wird ein Image erstellt, danach kommt SP2 und die nötigen Win-updates, dann ein erneutes Image. Wenn das dann immer noch so fein läuft, kann ich ja das alte löschen. Alles wird gut werden. Dienstag, Oktober 17, 2006Nothing Gulch
Das Pfeifen des heißen Wüstenwindes, der um die Winkel verfallener Holzhäuser
streicht, mischt sich mit dem unentwegten Zirpen der Zikaden, das von überall her zu kommen scheint und nur manchmal für Sekunden abrupt abbricht, als wenn ein unsichtbarer Dirigent die Insekten führte, der ihnen wenige Takte später ein Crescendo befiehlt, nur um durch den Kontrast zu der kurzen Stille das ansonsten kontinuierliche Geräusch einem unsichtbaren Publikum umso eindringlicher ins Gedächtnis zu brennen. Ein Windrad wirbelt wild ratternd und quietschend am Ende der Mainstreet - umsonst, niemand benötigt mehr seine Dienste. Die überdimensionale Zuckerstange vor dem Barbershop dreht sich längst nicht mehr, vor Jahren schon hat sie ihren Dienst eingestellt, wie auch der Besitzer des Ladens, der Friseur und Zahnarzt der Stadt, der nebenher immer ein bisschen mit diesem und jenem handelte. Dann und wann nur hört man das Klappern irgendeines Fensterladens, wie von Geisterhand auf und zu geworfen, seiner Glasscheibe längst beraubt. Niemand findet sich, der den Schaden reparieren könnte oder wenigstens den hohlen und nutzlosen Rahmen ordentlich schlösse. Aber wozu auch? Keiner stört sich hier mehr an Lärm oder Zugluft. Und Keiner pflegt mehr die einfachen Gräber auf dem Stiefelhügel, die Holzkreuze, teilweise umgestürzt oder sich gerade noch schief in der sandigen Erde haltend, werden langsam vom stetigen Wind abgeschliffen - kaum noch kann man die Inschriften entziffern. Eine gespenstische Stimmung herrscht, Tumbleweed huscht in den staubigen Gassen des Invasionblogs umher. Man könnte meinen, seine Bewohner seien ausgestorben. Doch der Schein trügt. Unermüdlich reisen die Autoren, Schreiberlinge und Literaten durch die Weite, Weite Welt, lungern auf verlassenen Raumhäfen rum, nehmen, der Not gehorchend, Sachen wie Heiße Hexe und ähnlich schreckliche Dinge zu sich, schweben zwischen Welten oder hangeln über Abgründen, stets auf der Suche nach DEM content, der die Erde erzittern und in ihren Grundfesten erbeben lässt. Doch, wie sich der geneigte Leser leicht vorstellen kann, ist das nicht so einfach. Die Bewohner des Planeten sind ja mittlerweile auch schon einiges gewöhnt. DER Inhalt scheint zudem immer einen Schritt voraus zu sein. Man muß sich äußerst geschickt anstellen um ihn zu erhaschen, denn er verhält sich unerwartet, immer anders, und manchmal kann man ihn nur aus dem Augenwinkel für einen blitzartigen Moment wahrnehmen. Doch das Reisen, so abenteuerlich und manchmal schön es ist, birgt auch Nachteile. Wer nur, so frage ich Euch händeringend, wer soll schreiben im Blog, wenn alle weg sind? Nur auf kurzen, meist eher zufälligen Abstechern ins heimische Biwak kommt man dazu der Nachbarin mit einem lieben Strauß für die Mühe mit den Pflanzen zu danken und der Leserschaft einen Gruß zu entbieten. Doch halt, ein Mitbringsel habe ich Euch. Dan Deacon heißt der Knabe, und ich könnte schwören, die alten Devo da raus zu hören. Woran der nur seine Tastatur angeschlossen hat? |