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Freitag, Juni 23, 2006Sushi und die späte Rache der Makrele
Habe am Dienstag eine gegrillte Makrele verspeist. Als späte Rache der Makrele hatte ich schliesslich eine Gräte hinten im Hals stecken, die beim Sprechen, beim Schlucken, ja beim reinen Bewegen der Zunge Schmerzen verursachte. Ich aß in unterschiedlichen Happen bis Faustgröße einen ganzen Laib Brot. Ich verätzte mich auf´s Schmerzhafteste, als ich mich an dem Löffel Essig verschluckte, der als altes Hausmittel versagte. Da die Gräte von den Hausmitteln noch nichts gehört hatte, hielt sie weiterhin ihre Position.
Also ging ich am nächsten Tag zum Hausarzt, der mich, nachdem er mir mehrfachst durch seine Werkzeuge in meinem Hals äußersten Brechreiz verursachte, zum HNO schickte. Dieser wühlte auch mit stählernen Werkzeugen hinter meiner Tonsille rum und überwies mich schliesslich in die HNO Unfallambulanz eines bekannten Pforzheimer Krankenhauses. Dem dortigen (trotz Feierabends sehr entgegenkommenden) Arzt gelang es schliesslich, die Gräte brechreizfrei mittels eines Spezialwerkzeugs aus meiner Gurgel zu ziehen, nicht ohne mir vorher angekündigt zu haben, daß ich wahrscheinlich operiert werden muss, da der Fischknochen sich mittlerweile heimtückisch hinter einer Schwellung verbarg . Als er die Gräte dann schliesslich doch noch mit Bordmitteln entfernen konnte, kam ein ca. 2cm langes Gebälk mit Krümmung zum Vorschein. Zum Abendessen hatte ich extra weiche Quarkpfannkuchen. Ich sehe das als deutliches Zeichen, es ist an der Zeit, dem werten Publikum Fisch zu reichen, diesen Song habe ich 2004 innerhalb von drei Tagen geschrieben und aufgenommen. Viel Spaß und allzeit grätenfreie Filets. Wasabi die gelbe Gefahr nimmermehr möcht´ geben seinen Speck der Wal der Hummer ist entkommen seiner Qual ohne Darm vorbei das Schwimm´ im trauten Schwarm Fischer, ein nasses Los ---- Sushi immer der Seetang wird an Dir kleben Der Leib des Vaters in Klebreis gehüllt Die Kiemen der Mutter, zerrissen und wund Der Tochter Augen mit Würze gefüllt Hinab in´s Dunkel, hinab in den Schlund Frischer roher Fisch, ich will ihn kau´n ich will ihn jeden Tag auf den Tisch Gräten zerbeissen, den Urgewässern das Leben entreissen, der Butt darf noch zucken, so möcht´ich ihn schlucken Ich spür´genau, ich brauch Sushi Ich spür´genau, ich brauch Sushi Ich spür´genau, ich brauch Sushi (Surimi Break) Rohfischmassaker, Rohfischmassaker Das Leben als Dorsch kann schnell zu Ende gehn, die Meeresfrucht wird vor ihrem Schöpfer stehn´ Auch meine Zeit wird kommen, ich bin schon ganz benommen, doch bis es soweit ist, ess ich Sushi (copyright Mario Andrich, Juggernaut Invasion Systems, zum freien Download für privaten Unterhaltungsgewinn) |