HMleiste10202

Dienstag, Juni 13, 2006

 

H2O

Wer zufällig mal auf der A8 an Stuttgart vorbei kommt
und vor hat die Schwäbische Alb zu erklimmen,
kann, wenn er mag, einen Umweg über Göppingen nehmen,
um dort seinen mitgebrachten leeren Sprudelkasten mit
Sauerwasser zu befüllen. Das Zeug schmeckt einfach zu gut
um es unerwähnt zu lassen. Es hat einen winzigen natürlichen
Bitzel, der es einerseits den Mineralien erleichtert im Körper
ihren Weg zu finden und andererseits dem Menschen erlaubt,
das Wasser in Sturzbächen in sich hinein zu gießen.
Nur eines ist es nicht: lange haltbar.
Durch seinen Schwefelgehalt ist es zwar sehr gesund,
solange es einigermaßen frisch gezapft ist (am besten schmeckt es
direkt vom Hahn), aber wenn man es länger als zwei Wochen lagert
(mas o menos) wird man von einem unangenehmen Geruch
beim Öffnen der Flasche überfallen, so einer nach abgelaufenem
Katalysator oder Stinkbombe, faulen Eiern, naja, Schwefelwasserstoff eben.

Der Umweg beträgt übrigens in etwa 20km insgesamt,
die Ausfahrt heißt Aichelberg.
Zum Sauerbrunnen müsst Ihr Euch schon selber durchfragen.
(Schwäbischkenntnisse dringend empfohlen!)
Prosit

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