HMleiste10202

Freitag, März 24, 2006

 

Eis

Das donnerstägliche Abendmahl wurde ja nun schon zu Genüge rezensiert, was noch fehlt ist die Frage.
Sven brachte das Gerücht auf, dass heißes Wasser in der Gefrierabteilung schneller Eiswürfel gibt als kaltes. Und zwar viel schneller. Der Test wurde natürlich gemacht, ungeachtet der weiteren Unversehrtheit des Kühlaggregats bzw. des naturgemäß erhöhten Energieverbrauchs; er fiel positiv aus.

Meines Erachtens sind bei diesem Experiment allerdings, wie nicht geschehen, die Proben nacheinander frieren zu lassen, um gegenseitige Beeinflussung der Gefäße auszuschließen und ein korrektes Ergebnis zu erhalten.
Recherchen im Internet brachten bezüglich des Wahrheitsgehaltes dieser Aussage, sowie zu den physikalischen Hintergründen wenig brauchbares: die Verdunstung ist anfänglich beim heißen Wasser größer, was schnelles Abkühlen begünstigt (Wir setzen hier offene Gefäße voraus). Irgendwann jedoch, so Marios logischer Einwurf, überschreitet die Temperatur einen bestimmten Punkt, bei dem die Flüssigkeiten den gleichen Energiegehalt haben. Bei einer Anfangstemperatur von 20°C findet dies meinethalben bei 15°C oder so statt. Ab da sollten sich die beiden Proben absolut gleich verhalten, sieht man davon ab, daß bei der zu Beginn heißeren Probe etwas mehr Wasser verdunstet ist als bei der zimmerwarmen.

Die Frage ist nun, macht diese Differenz so viel aus, daß ein lohnenswerter Zeitunterschied dabei herauskommt? (Er wird unter guten Versuchsbedingungen selbstverständlich messbar sein, wie auch der Masseverlust der "Heißprobe".)
Und: möchte man zu Versuchsende die gleiche Menge Eis haben, geht's dann trotzdem schneller?

Ich bitte um Erfahrungsberichte, gerne auch Erklärungsversuche. Wenn jemand die korrekte Antwort auf dieses Phänomen kennt: ab in die Comments!

Comments:
u.U. liegts am "Schwung" - es handelt sich ja um einen physikalischen Prozess, der u.U. eine gewisse Anlaufzeit braucht - die durch die Anfangsverdunstung kürzer ausfällt. Sozusagen der Faktor Temperaturunterschied in soundsoviel Zeit. Je höher, desto schneller der ganze Prozess, der von einem langsameren "Antreten" nicht mehr eingeholt werden kann, vom Gesamtprozess her gesehen...
 
...aber (frei nach Pille) - ich bin Schreiber, kein Physiker
 
@hellblazer: soweit ich im Ansatz die Gesetze der Thermodynamik begriffen habe, ist der Effekt, den Du beschreibst, der auf Massenträgheit beruht, nicht auf Erwärmung oder Abkühlung übertragbar.
Wenn Du (umgekehrt gesprochen) den Topf von der Herdplatte nimmst, wird das Wasser darin augenblicklich nicht mehr heisser (bis auf die noch im Topf gespeicherte Restwärme, die über die Wassertemperatur hinausgeht)
 
Ach, sei doch nicht so Phantasielos. Am Ende wird sich auch die Schwerkraft endlich als Mythos erweisen und allen klar werden, dass die Erde saugt...
 
Ich glaube, man nennt es Füsig.
 
Ich kenn mich mit religiösen Splittergruppen nicht so aus, kann sein... *g*
 
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