Heute morgen. 6:40 Uhr. 7,4°C unter Null. Schon von weitem ist erkennbar: die Windschutzscheibe ist partiell von innen vereist.
Seit langem wird dieses Auto bei Frostgefahr schon nicht mehr verschlossen. Die Beifahrertür geht sowieso schon nicht mehr von außen auf. Ich traue mich dennoch die Fahrertür zu öffnen. Fast wäre es gelungen. Denn während ich so am Türgriff ziehe merke ich, daß da irgendwas nachgibt. Meine Einschätzung: Stahldraht, etwa von der Qualität eines Drahtkleiderbügels. Schlecht. Der Versuch die Beifahrertür zu öffnen mißlingt ebenfalls.
Die Vordertüren sind jedenfalls dicht.
Glücklicherweise gelingt es mir jedoch über den Fond einzusteigen (das Türgummi ergibt sich rätselhafterweise ohne jegliche Gegenwehr) und den Eiskratzer zu angeln.
Nachdem ich die Kiste freigelegt habe, bringt mich eine Turnübung auf den Fahrersitz. Der Motor springt an; das Eis auf der Innenseite der Windschutzscheibe lässt sich glücklicherweise leicht entfernen.
Trotzdem sechs Minuten Verspätung. Blöd.
Außerdem bin ich jetzt wohl bis auf Weiteres dazu verdammt, über eine hintere Tür einzusteigen, da ich keine besondere Lust verspüre bei dieser Affenkälte an Verkleidungen und Gestängen rumzubasteln.
Hübsch hingegen: der etwa fingerdicke Eiszapfen, der nach Feierabend die hintere Stoßstange mit dem Erdboden verband.
Ein Trabbi wäre vermutlich festgefroren gewesen.