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Mittwoch, Februar 08, 2006

 

Die religiösen Gefühle verletzt

ich häng hier nur so rum...sollen diese eigentlich völlig langweiligen Karikaturen gemacht haben. Ja, schon, aber hömma... das ist doch wohl der Sinn von Karikaturen, dache ich. Insoweit würde es mich wundern, wenn die jetzt irgendwie die Religion, die sie da karikieren sollen, ganz doll super rüberkommen lassen würden.
Und was soll denn jetzt das Gequake nach gegenseitigem Respekt und Toleranz und Verständigung und so schwulem Kram? Wo es doch hier um Abgrenzung und Toller sein als die Anderen und eine super Institution, die es mir erlaubt, andere abgrundtief wegen eigentlich überhaupt nix hassen zu können, geht? Genau dafür sind Religionen doch gemacht, wenn man sich jetzt irgendwie verständigen soll, wäre das doch Blödsinn.
Und jetzt sing mal was, Dschieses!
Ansonsten das letzte Wort zum Thema Fanatismus.

Comments:
Zum Abendessen gibt´s Knäckebrot mit Schweinebraten. Mann, gewisse religiöse Fanatiker suchen doch nur nach dem Anlass, damit wieder Fäuste geschwungen und Fahnen verbrannt werden können. Ich hör in der Presse allerdings auch immer nur von Ansammlungen von Irren, frage mich, was dem eher differenzierenden Moslem zu diesem Thema gerade im Kopf herumgehen mag. Die Form der Berichterstattung in allen Medien fördert das Vorurteil, kann mir nicht vorstellen, daß das in den arabischen Medien anders ist.
 
Daß der Sinn von Karikaturen darin liegt, religiöse Gefühle zu verletzen, ist mir neu.
Daß Religionen dazu erfunden werden, Andere zu diskriminieren / hassen / bekriegen / ... mag für die eine oder andere zutreffen.
Allerdings denke ich eher, daß Religionen oft einfach nur dazu benutzt werden Fanatiker herzustellen um Kohle und Macht zu scheffeln.
Das Rezept ist einfach, so man einen einigermaßen c.F. (charismatischen Führer) an der Hand hat: besorg' Dir die in der Gegend verbreitete Heilige Schrift, leg' sie nach Deinem Gutdünken aus - streich' sie notfalls etwas zusammen, niemand wird sie vollständig lesen oder kapieren (Der Klerus im MA hatte es noch einfacher - kaum einer konnte lesen, geschweige Latein) - und Du hast genau die Fragmente, die Du brauchst. Lass nun den c.F. in origineller Verkleidung (Purpurrock oder Rauschebart o.Ä.) mit Donner und Blitz das Wort verkünden.
Zu gegebener Zeit kannst Du nun die Wölflein bewaffnen und ihnen einen Schubs richtung Kreuzzug geben, die Schäflein mit TNT gürten und zu den Touristen schicken.
Achte nur darauf, genügend fremdländische Fahnen zur Hand zu haben, damit kann man hübsch heizen.

OK, ich habe den Koran nicht gelesen, aber Erkan, den ich kenne, der betet, der kein Schweinefleisch isst, der keinen Wein trinkt (oder nur ganz selten), kann auch nur den Kopf schütteln über diese Ereignisse.

Was passiert jetzt eigentlich, wenn ich einem muslimischen Kioskbesitzer ein Isnogud abkaufen will?
 
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